Der schönste Tag im Leben // Hochzeitsfotograf Ulm

11 Sep
Der schönste Tag im Leben // Hochzeitsfotograf Ulm

Hello hello,

eine Hochzeit, ein Fest der Liebe. Ein Fest unter Liebenden.
DER schönste Tag im Leben! Merkt euch das. DER schönste Tag im Leben.

Woher kommt dieser Satz? Eine Hochzeit – Das ist euer schönster Tag im Leben.
Welcher Marketing-Futzi hat sich das ausgedacht? War’s wieder die Floristenvereinigung wie beim allseits bekannten Muttertag? Oder war’s gar die katholische Kirche?
Oder hat vielleicht doch irgendeine Tante Gerda oder Emma oder wer auch immer, damit angefangen Brautpaaren diesen Satz einzutrichtern? Wahrscheinlich war’s dann doch ein Hochzeitsfotograf. Ich weiß es nicht.

Ganz ehrlich, wenn ich diesen Satz höre bekomme ich Depressionen.
Wenn das euer schönster Tag im Leben ist, was war dann davor und was bitte kommt denn da noch nach?! Da kann man ja gleich sagen: „Okay, das war’s jetzt. Schön gewesen, aber jetzt kommt ja eh nichts mehr nach.“
Außerdem baut das so einen immensen Druck bei den Brautpaaren, vor allem aber bei den Bräuten auf. Vielleicht muss deshalb immer alles perfekt sein und es dürfen keine Fehler unterlaufen. Aber eine Hochzeit ohne Pannen ist halt eben keine Hochzeit.

Heute habe ich meinem Brautpaar gesagt, dass dieser Tag hoffentlich nicht der schönste Tag in ihrem Leben ist. Da bleibt einem erstmal das Gesicht stehen 😉
Aber ich habe das dann natürlich auch gleich richtiggestellt. Es ist vielleicht einer der schönsten Tage des Paares,
aber noch mehr hoffe ich, dass das Paar noch ganz viele schönere Tage im Leben haben wird. Und genau das sollte man jedem Brautpaar wünschen.

Mein Appell an alle Brautpaare und alle zukünftigen Feiernden: Löscht bitte diesen Satz aus eurem Gedächtnis.
Wünscht dem Brautpaar alles Glück der Welt, Gesundheit, viele Kinder und viel Erfolg bei Allem was passieren wird. Das finde ich schön. Sch*** auf die Phrasendrescherei. Sprecht aus was ihr wirklich wünscht. Aus vollem Herzen.
Ich glaube und hoffe das ehrliche Worte etwas bewirken können.

In dem Sinne.
Das war das Wort zum Sonntag. 🙂

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